Nein nicht nur würde – ich habe es getan. Ein Aufstieg von der Lehmgrube bis zum Astrogarten der Astronomischen Gesellschaft Greiz bei Waldhaus zu Fuß und auch wieder zurück. Und das nur um einen Blutmond im Kernschatten der Erde zu erleben. Denn ich habe gar kein Auto – jedenfalls nicht zur Zeit. Eine große Traube von vielleicht 80 Leuten wartete geduldig um das Schauspiel, das Ereignis, dass erst in 105.000 Jahren wiederkehrt, selbst zu erleben. Manchmal habe ich mich gefühlt wie im Wartezimmer meiner Hausärztin, bis der Erdbegleiter sich nach ca. 1 Stunde die Ehre gab. Eine Handbreit über dem Horizont flackerte eine blaßdunkelrote Scheibe. Mein Standnachbar hatte ihn als erster entdeckt. Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass ich mich als Jugendlicher schon sehr für die Astronomie begeistert habe. Dafür war ich vom Schulunterricht in Astro in der 10. Klasse eher enttäuscht. Es gab zu DDR Zeiten ein gutes Buch: Astronomie selbst erlebt. Das war mein Leitfaden damals. Respekt vor der Astronomischen Gesellschaft, dass sie diesen schönen Abend für so viele Interessierte ermöglicht haben. Ich freue mich darüber, die Mondfinsternis als einer der ersten in Greiz gesehen zu haben und darüber meinen inneren Schweinehund überwunden zu haben diese Strecken zu gehen. Kreislauf und 3 Stents im Herzen haben alles mitgemacht.

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