endete mit dem Beginn der interkulturellen Woche: dem Suppenfest. Das Los hatte die BI mit Bulgarien bedacht. Eine Toptscheta Suppe mit Hackfleischröllchen sollte es werden. Volker kaufte alle Zutaten ein und wir begannen am Freitag um 14 Uhr mit den Zubereitungen. Es war diesmal eine reine Männerküche. Thomas und seine beiden Söhne Bruno und Charlie gaben ihr Bestes. Ich durfte mich um die Hackfleischbällchen kümmern. Erst 2 kg Hackfleisch mit 10 Eiern und einer reichlichen Menge Gewürz kneten und danach gefühlte Hunderttausend Röllchen formen. Sellerie, Dill, Knoblauch, Paprika, Möhren, Petersilie – alles fand seinen Platz in dem riesigen Topf. Bis 20 Uhr waren wir beschäftigt. Aber die Mühe hat sich am Samstag bezahlt gemacht – die Suppe wurde sehr gut angenommen und zahlreich durch Martin und Ramona verkauft. Und geschmacklich brauchten wir uns zum Beispiel auch  nicht hinter der unartigen Biersuppe verstecken.
Aus dem Leben eines Taugenichts, ein Gastspiel einer 3-Personen Theatergruppe aus Leipzig machte den Dienstag zum angenehmen Erlebnis. Textlich dem Eichendorffschen Original verpflichtet interpretierten die Künstler vor allem musikalisch vieles lustig oder sarkastisch. Ein romantisches Stück. Gar nicht romantisch ging es dafür im Kino bei dem Film “Das schweigende Klassenzimmer” zu. Bittere Realität aus dem DDR-Alltag des Jahres 1956. Ich habe ja im letzten Beitrag bereits berichtet. Mein Respekt gilt dem Mut und dem Zusammenhalt dieser Schulklasse aus Stalinstadt-Storkow. Die Brutalität der Diktatur führte dazu, dass fast die gesamte Klasse die DDR gen Westen verlassen musste. Respekt auch an Herrn Köhler, dem ehemaligen Klassensprecher, der trotz seiner 80 Jahre geistig fit geduldig alle Fragen des Publikums beantwortete. Wie gut doch der Greizer Bahnhof als Party-Location geeignet ist.

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