Eine universitäre Einrichtung wird es in Greiz nicht geben. Schon verwunderlich wie sie meine bisherigen Bemühungen vom Tisch fegt. Schade, das man in Greiz nicht begreifen möchte, dass Bildung das Kapital des 21. Jahrhunderts ist. Da wundern sich alle Kandidaten, das die Abiturienten ihre Heimat verlassen, weil sie in der Ferne einen Studienplatz bekommen, aber ein Konzept dagegen aufzustellen – dafür reicht es nicht. Allenfalls Kooperationen mit der Gesundheitshochschule in Gera oder der Fachrichtung Kältetechnik in Reichenbach sind vorstellbar. Auch der Erhalt des Textilforschungsinstituts sei wichtig. Warum wird nur so klein gedacht ? Das man das Unmögliche anstreben sollte um das Mögliche zu erreichen – keine Spur. Auch die anderen Bewerber lehnen sich nicht gerade aus dem Fenster. Von Dr. Geißler erfahren wir, dass es ein 100 Tage Programm geben wird und in der ehemaligen Plasttechnik Gewerbeflächen für Start-Up Unternehmen eingerichtet werden sollen. Wirtschaftsförderung würde für ihn zur Chefsache gemacht werden. Schade, das man das Morgensingen des Männerchors aus dem fürstlich-greizer Park verbannt hat. So wird es erst recht kein Musikfestival für Jugendliche dort geben. So jedenfalls der ehemalige Polizist und parteilose Kandidat Böttger. Außer der Hinwendung zu Blümchenrabatten oder einem Statement über Hundehaufen habe ich heute nicht viel gehört. Perfekt moderiert hat Roland Suttner die Veranstaltung. Die eiserne Lady hat sich für die ersten 100 Tage viel vorgenommen. Sie wird mit jedem Mitarbeiter der Stadtverwaltung bis hin zum Feuerwehrmann oder der Kindergärtnerin Einzelgespräche führen. Dann noch mit allen Gewerbetreibenden. Ob das nicht zuviel Arbeit für eine Einzelperson wird ?