Greiz braucht Industrie. Das hört man oft aus dem Mund der Bevölkerung und aus Oppositionsparteien. Aber ist das wirklich so ? Schaut man sich das Stadtmodell im Museum genau an, wird man leicht feststellen, das Greiz um 1900 eine Vielzahl von Industriegebäuden mit ihren typischen Sheddachhallen im unmittelbaren Stadtgebiet hatte. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Vieles wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und wich neuen Nutzungen wie Getränkemärkten, Sporthallen, Eishalle oder ähnlichem. Wir befinden uns im Umbruch zur Dienstleistungs- und Digitalgesellschaft. Überlassen wir doch die Industrie Standorten in Autobahnnähe wie Zwickau, Reichenbach, Plauen oder Treuen. Konzentrieren wir uns auf das, was das Potential dieser Stadt ausmacht: attraktiver Wohnstandort, touristisches Highlight, Dienstleistungsstandort und idealer Standort für innovative Medienunternehmen. Vielleicht gelingt es auch im Bildungssektor weiter voranzukommen. Momentan ist es erfrischend zu sehen, wie durch die Initiativen von Vereinen und Privatpersonen weiteres Leben einzieht. Villen werden für die Nutzung durch die Allgemeinheit saniert, allerortens werden Feste organisiert und gern besucht. Für mich ist Greiz seit 15 Jahren die “Stadt der Stoffe aus dem die Träume sind” und monatlich geht es weiter schrittweise in diese Richtung. Lassen wir uns weiter von der Zukunft überraschen.




Total Page Visits: 3203 - Today Page Visits: 2